CJC-1295 gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Stand 2026-05-18. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Die Liste der aberkannten olympischen Medaillen zählt die Medaillengewinner bei Olympischen Spielen auf, denen das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine gewonnene Medaille nachträglich widerrufen hat. Dies kann beispielsweise bei einem Verstoß gegen die Dopingbestimmungen oder bei sonstigen Betrugsversuchen der Fall sein, während früher auch Verstöße gegen den Amateurstatus als Grund galten. Die betroffenen Athleten müssen ihre Medaillen an das IOC zurückgeben, damit sie nachgerückten Athleten überreicht werden können. Von 1904 bis 2026 wurden insgesamt 167 Medaillen dauerhaft aberkannt, zehn Medaillen blieben vakant bzw. sind nicht neu zugeteilt worden. Die große Mehrheit der Aberkennungen erfolgte nach 2000 aufgrund verbesserter Methoden bei Dopingtests. Die meisten Aberkennungen gab es in der Leichtathletik (57, davon 22 Goldmedaillen) und im Gewichtheben (52, davon 15 Goldmedaillen). Athleten dieser beiden Sportarten sind somit für zwei Drittel aller Fälle verantwortlich. Das meistbetroffene Land ist Russland mit 52 aberkannten Medaillen, davon zwei durch russische Mannschaften (OAR in 2018 und ROC in 2022), was mehr als einem Viertel aller Fälle entspricht. Die am stärksten betroffenen Sommerspiele waren die Olympischen Sommerspiele 2008 mit 50 Aberkennungen, bei Winterspielen ragen die Olympischen Winterspiele 2002 mit 13 Aberkennungen heraus.
Quellen: de.wikipedia.org
== Anmerkungen == Die Liste gibt den Stand von Juni 2026 wieder. Bei Mannschaftswettbewerben wie z. B. Staffeln kann das IOC aufgrund des Verstoßes eines einzelnen Athleten allen Teammitgliedern die Medaille aberkennen. Ebenso kann der zuständige Weltverband jeder olympischen Sportart einem Athleten wegen Verstoßes gegen die Regeln des jeweiligen Sports eine Medaille aberkennen. Die Athleten haben die Möglichkeit, ihren Fall vom Internationalen Sportgerichtshof abschließend beurteilen zu lassen. Nur zehn Aberkennungen betreffen andere Gründe als Dopingvergehen:
Quellen: de.wikipedia.org
Der amerikanische Boxer Frank Floyd, der bei den Sommerspielen 1904 Silber im Leichtgewicht und Bronze im Weltergewicht gewonnen hatte, wurde 1905 disqualifiziert und musste seine Medaillen zurückgeben. Er war unter dem Decknamen Jack Egan angetreten, was gemäß den damaligen Regeln der Amateur Athletic Union verboten war. 1913 musste der amerikanische Leichtathlet Jim Thorpe zwei Goldmedaillen, die er bei den Sommerspielen 1912 gewonnen hatte, zurückgeben. Das IOC hatte erfahren, dass er zuvor gegen einen kleinen Geldbetrag Baseball gespielt und damit gegen den Amateurstatus verstoßen hatte. 1982, 29 Jahre nach seinem Tod, konnte eine Stiftung das IOC davon überzeugen, dass die Aberkennung widerrechtlich gewesen war. Thorpes Kinder erhielten 1983 von IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch Nachbildungen der Goldmedaillen von 1912 überreicht. Die schwedische Dressurmannschaft, die bei den Sommerspielen 1948 Gold im Mannschaftswettbewerb gewonnen hatte, wurde am 27. April 1949 durch die Fédération Équestre Internationale (FEI) und mit Zustimmung des IOC nachträglich disqualifiziert. Gehnäll Persson war drei Wochen vor dem Wettkampf zu einem Offiziersrang eines Leutnants, Fänrik im schwedischen Heer, befördert worden. Nur zweieinhalb Wochen nach dem Wettkampf degradierte ihn dieses wieder zurück zum Fanjunkare, seinen ursprünglichen Unteroffizierrang im schwedischen Heer. Gemäß damaligem Reglement waren nur Offiziere und „Herrenreiter“ teilnahmeberechtigt, nicht aber Unteroffiziere.
Quellen: de.wikipedia.org
Da Persson lediglich für den Zeitraum rund um die Spiele befördert worden war, galt dies als Regelverstoß. Der Vorfall führte dazu, dass die FEI ihre als veraltet empfundenen Teilnahmebedingungen modernisierte. Der schwedische Boxer Ingemar Johansson wurde im Schwergewichts-Finale der Sommerspiele 1952 vom Ringrichter wegen angeblicher „Inaktivität“ disqualifiziert und erhielt daraufhin nicht einmal die Silbermedaille, die ihm bei einer Niederlage zugestanden hätte. Das IOC korrigierte diese Entscheidung im Jahr 1982 und überreichte ihm die Medaille. Die deutschen Eiskunstläufer Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler mussten ihre bei den Winterspielen 1964 gewonnene Paarlauf-Silbermedaille zurückgeben, da sie zuvor einen Profivertrag unterschrieben hatten; 1987 wurden sie vollständig rehabilitiert. Der Gewichtheber Ibragim Samadow, der bei den Sommerspielen 1992 für das Vereinte Team antrat, war über seine Leistung derart enttäuscht, dass er bei der Siegerehrung seine Bronzemedaille auf den Boden warf und weglief. Das IOC disqualifizierte ihn daraufhin und vergab die Medaille nicht an den Viertplatzierten, da der Vorfall nach dem Wettkampf stattgefunden hatte. Ein ähnlicher Fall betraf den schwedischen Ringer Ara Abrahamian bei den Sommerspielen 2008. Ihm wurde eine Bronzemedaille aberkannt, nachdem er diese bei der Siegerehrung aus Protest gegen eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung abgelehnt hatte. 2010 erkannte das IOC den chinesischen Turnerinnen die Bronzemedaille ab, die sie bei den Sommerspielen 2000 im Mannschaftsmehrkampf gewonnen hatten.
Quellen: de.wikipedia.org
Die damals 14 Jahre alte Dong Fangxiao war als 17-Jährige gemeldet worden, um das geforderte Minimalalter 16 zu umgehen. Der Schwindel flog auf, als sie sich bei den Sommerspielen 2008 mit ihrem richtigen Geburtsdatum als technische Hilfskraft bewarb. Die Medaille ging an das Team der Vereinigten Staaten.
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== Verwandte Themen == Ewiger Medaillenspiegel der Olympischen Spiele Ewiger Medaillenspiegel der Olympischen Sommerspiele Ewiger Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele Sieger der Nationenwertung bei Olympischen Spielen Liste der erfolgreichsten Sommerolympioniken Liste der erfolgreichsten Winterolympioniken
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Die 22. Leichtathletik-Europameisterschaften wurden vom 12. bis zum 17. August 2014 in Zürich ausgetragen. Damit fanden zum zweiten Mal, nach 1954 in Bern, Leichtathletik-Europameisterschaften in der Schweiz statt. Die sechstägigen Wettkämpfe wurden im Stadion Letzigrund veranstaltet, in dem seit 1928 jährlich das Leichtathletik-Meeting Weltklasse Zürich durchgeführt wird. Die Geh- und Marathonwettkämpfe wurden in der Zürcher Innenstadt ausgetragen.
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